VPN Vergleich 2026: Die besten VPN-Anbieter im Test
Virtual Private Networks (VPN) werden häufig als universelle Lösung für Sicherheit und Privatsphäre im Internet beworben. Unser VPN Test 2026 ordnet die technischen Möglichkeiten und Grenzen der führenden VPN-Anbieter sachlich ein – mit Fokus auf No-Log-Audits, Verschlüsselungsprotokolle und Jurisdiktion.
Im Gegensatz zu marketingorientierten Darstellungen liegt der Fokus hier auf der dokumentierten technischen Infrastruktur sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir vergleichen NordVPN, Surfshark, Proton VPN und hide.me anhand objektiver Kriterien.
Was ein VPN leisten kann – und was nicht
Ein VPN kann:
Datenverkehr verschlüsseln in ungesicherten öffentlichen Netzwerken (WLAN, Hotel, Café)
Die IP-Adresse gegenüber besuchten Webseiten verbergen
Einfaches Tracking auf Basis der IP-Adresse erschweren
Geografische Zugriffsbeschränkungen umgehen (Geo-Blocking), sofern dies mit geltendem Recht vereinbar ist
Ein VPN kann nicht:
Vollständige Anonymität im Internet garantieren
Vor gezielter staatlicher Überwachung schützen
Tracking durch Browser-Fingerprinting oder Cookies unterbinden
Schutz vor Schadsoftware oder Phishing-Angriffen ersetzen
VPN Test Methodik & Bewertungskriterien
Unser VPN Vergleich basiert auf folgenden objektiven Kriterien:
Jurisdiktion: Der rechtliche Sitz des Unternehmens und die daraus resultierenden Befugnisse von Behörden (14-Eyes-Allianz, Schweiz, Panama)
No-Log-Policy & Audits: Nachweise über unabhängige No-Log-Audits und technische Maßnahmen zur Vermeidung von Protokollierungen (PwC, Deloitte)
Verschlüsselungsprotokolle: Unterstützung moderner Protokolle (WireGuard, OpenVPN, IKEv2) und Transparenz der Implementierung
Dokumentation & Support: Qualität der technischen Dokumentation und Hilfestellungen für Nutzer
VPN-Anbieter im detaillierten Vergleich
Die folgenden VPN-Anbieter stellen etablierte kommerzielle Lösungen dar, die sich in ihrer Ausrichtung und technischen Basis unterscheiden. Alle vier Dienste haben sich unabhängigen No-Log-Audits unterzogen.
NordVPN Test – Marktführer mit umfangreichem Servernetzwerk
NordVPN ist ein breit aufgestellter VPN-Dienst mit Sitz in Panama, was außerhalb der 14-Eyes-Überwachungsallianz liegt. Mit über 5.000 Servern in 60 Ländern bietet NordVPN eine hohe Verfügbarkeit.
Geeignet für: Verschlüsselung des alltäglichen Datenverkehrs für Freelancer und Privatpersonen. Szenarien, die eine hohe Serververfügbarkeit und Geschwindigkeit erfordern.
Technische Einordnung: Nutzt das Protokoll „NordLynx" (basierend auf WireGuard mit doppelter NAT-Architektur). Regelmäßige No-Log-Audits durch externe Prüfer (PwC 2022, Deloitte 2023). Das Unternehmen betreibt eine umfassende öffentliche Kommunikation und Transparenzberichte.
Besonderheiten: Double VPN, Onion over VPN, CyberSec (Ad-Blocker), Meshnet für sichere Peer-to-Peer-Verbindungen
Surfshark Test – Unbegrenzte Geräte zum fairen Preis
Surfshark operiert unter niederländischer Jurisdiktion (EU) und verzichtet in seinen Tarifen auf eine Beschränkung der gleichzeitig genutzten Geräte – ein Alleinstellungsmerkmal im VPN Vergleich.
Geeignet für: Familien und Nutzer mit vielen Endgeräten. Nutzung auf Smartphone, Tablet, Laptop, Smart-TV gleichzeitig. DNS-basierte Werbeblockierung.
Technische Einordnung: Die Infrastruktur basiert auf RAM-only Servern, die bei jedem Neustart alle Daten löschen. Unterstützt WireGuard und OpenVPN. Gehört zur gleichen Unternehmensgruppe wie NordVPN (Cyberspace BV), wird jedoch als eigenständige Marke mit separater Infrastruktur geführt.
Proton VPN Test – Open Source & Schweizer Datenschutz
Proton VPN ist ein Schweizer VPN-Dienst, der aus dem Umfeld des CERN hervorgegangen ist und eng in das Proton Ökosystem (Mail, Drive, Calendar, Pass) integriert ist.
Geeignet für: Datenschutzbewusste Nutzer mit Fokus auf Transparenz und Open Source. Integration in privatsphäre-orientierte Dienste. Besonders für Journalist:innen und Aktivist:innen interessant.
Technische Einordnung: Alle Client-Anwendungen sind Open Source und können von der Community überprüft werden. Verfügt über „Secure Core"-Server in besonders gesicherten Rechenzentren (Schweiz, Island, Schweden), die Datenverkehr durch mehrere Länder leiten. Starke rechtliche Position durch Schweizer Datenschutzgesetze.
Besonderheiten: Secure Core, Tor over VPN, NetShield (Ad-Blocker), Port Forwarding, Split Tunneling
Eine detaillierte Analyse des gesamten Proton-Ökosystems findet sich in unserer Proton Einordnung.
hide.me ist ein langjähriger VPN-Anbieter mit Sitz in Malaysia, der einen Schwerpunkt auf die manuelle Konfigurierbarkeit der Verbindungen und erweiterte technische Features legt.
Geeignet für: Technisch versierte Anwender, die VPN-Verbindungen auf Routern (DD-WRT, OpenWRT) implementieren oder erweiterte Protokoll-Konfigurationen benötigen.
Technische Einordnung: Unterstützt eine breite Auswahl an Protokollen (WireGuard, OpenVPN, IKEv2, SoftEther, SSTP) und bietet umfassende native IPv6-Unterstützung. Unterzog sich bereits 2015 einem frühen No-Log-Audit durch Defense.net. Die Anwendungen sind sehr funktional orientiert ohne überflüssige Features.